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Prävention und Training

Unter präventiven Maßnahmen versteht man in der Psychotherapie das vorbeugende Einstudieren neuer, bzw. alternativer Verhaltensweisen, um negativen, schädigenden Entwicklungen vorzubeugen.

Im Training wird dann in aufeinander aufbauenden, wiederholten Übungen neues Verhalten eingeübt.

Stressprävention: In der heutigen Zeit leiden viele Menschen unter Hektik, körperlicher Anspannung, ständigen Sorgen und Gedankenkreisen, schlechtem Schlaf, zu vielen Anforderungen, Perfektionismus, usw. Bahnt sich eine solche Entwicklung an, biete ich mit Achtsamkeitstrainings und gezielten Entspannungs-verfahren eine Stressprävention an, bei der es darum geht, „ein paar Gänge runter zu schalten“, Dinge bewusster wahrzunehmen und zu spüren, Körpersignale zu bemerken und darauf zu reagieren und ganz gezielt Entspannung einzuleiten. Zusätzlich kann auch die Analyse „stressender“ Grundhaltungen (zB „Ich muss alles können“ oder „ Andere um Hilfe zu bitten, ist ein Zeichen von Schwäche“) und deren alternative Bearbeitung eine hilfreiche Prävention darstellen.

Burn-Out-Prävention. Für die Burn-Out-Prävention treffen ähnliche Verfahren und Übungen wie bei der Stressprävention zu. Die Analyse beschäftigt sich allerdings differenzierter mit dem Thema „Beruf“: in Form einer Typanalyse (MBTI) wird ein Persönlichkeitsbild erstellt, was die genauen Stärken, aber auch Schwächen einer Person bestimmt. Gemeinsam schauen wir, wie Ihre Stärken und Schwächen in Ihrem Beruf berücksichtigt werden, bzw. evtl. nicht genug Geltung finden und Sie so möglicherweise „zu viel Energie verschleudern“. Durch eine sogenannte „Work-life-balance“ lässt sich langfristig gesehen Burn-Out verhindern.

Suchtprävention: dieses Angebot richtet sich insbesondere an Jugendliche ab der 7. Klasse. Fokus der Prävention liegt in der altersgerecht aufbereiteten Psychoedukation über psychotrope Substanzen und ihre Suchtentwicklungen. Wussten Sie z.B., dass bei einem Jugendlichen unter 20 Jahren, Alkohol 3-fach so stark wirkt wie bei einem Erwachsenen?? Was passiert im Gehirn bei einem Rausch?? Ab wie viel Zigaretten pro Tag ist man süchtig?? Diese und ähnliche Fragen bringen die Jugendlichen häufig mit und werden von mir fachgerecht beantwortet. Sehr beeindruckend ist die Prävention, wenn süchtige Patienten ihre Lebensgeschichte erzählen und Vorschläge dazu machen, wie ihre Suchtentwicklung hätte verhindert werden können bei frühzeitiger offener Kommunikation, guten Freunden und positivem Freizeitverhalten. Üblicherweise biete ich auch ein „Ablehnungstraining“ an, bei dem die Jugendlichen in Rollenspielen das sozial akzeptable Ablehnen von Zigaretten und Alkohol einüben.

Da das Rauchen häufig der frühe Einstieg zu anderen künstlichen Stimulanzen ist (ca. 90% Alkoholkranker sind auch Raucher) gilt es, den Jugendlichen schonungslos die langjährigen Konsequenzen des Rauchens aufzuzeigen (Videofilm).

Beim Suchtpräventionstraining für Führungskräfte wird das Erkennen und Ansprechen von Sucht-problemen bei Mitarbeitern erarbeitet, eingeübt und mit dem Offenlegen der psychischen Hintergründe der notwendigen Prozesse transparent gemacht.